Intervalle benennen: Sekunde, Terz, Quinte …

Musiktheorie · Intervalle · Stufe 2 · 9 Min.

Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen. Nacheinander gespielt ist es ein melodisches Intervall (aufwärts oder abwärts), gleichzeitig gespielt ein harmonisches Intervall.

Die Zahl: Buchstaben zählen

Um die Zahl eines Intervalls zu finden, zählst du die Buchstabennamen einschließlich beider Enden. C → E: C (1), D (2), E (3) → das ist eine Terz.

C →CDEFGAHC
IntervallPrimeSekundeTerzQuarteQuinteSexteSeptimeOktave
M:4/4
L:1/4
Q:1/4=80
K:C
[CD]2 [CE]2 | [CF]2 [CG]2 | [CA]2 [CB]2 | [Cc]4 |]
w: 2nd 3rd 4th 5th 6th 7th 8ve
Die Zählfalle: Eine Terz ist nicht „drei Töne weiter“, sondern „der dritte Ton, den ersten mitgezählt“. C-E liegen nur zwei Schritte auseinander und bilden trotzdem eine Terz. Deshalb ergibt eine Oktave (8) plus eine Quinte (5) eine Duodezime (12), keine 13.

Intervalle im Notensystem lesen

  • Ungerade Intervalle (Terz, Quinte, Septime): Linie → Linie oder Zwischenraum → Zwischenraum.
  • Gerade Intervalle (Sekunde, Quarte, Sexte, Oktave): Linie → Zwischenraum oder umgekehrt.
  • Eine Terz = „nächste Linie“; eine Quinte = „zwei Linien weiter“; harmonisch sieht eine Terz aus wie ein kompakter Schneemann, eine Sekunde wie zwei Notenköpfe, die dicht nebeneinander gedrängt sind.

So lesen erfahrene Pianisten: Sie entschlüsseln nicht jede Note eines Akkords, sie sehen seine Form.

An der Tastatur: Eine Quinte liegt bei entspannter Hand ganz natürlich unter Daumen und fünftem Finger (C-G). Eine Terz: Finger 1 und 3; eine Quarte: 1 und 4. Präg dir diese Spannweiten mit der Hand genauso ein wie mit den Augen.

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