Fingersätze und wie man sie notiert
Musiktheorie · Ausdruck: Dynamik, Artikulation, Zeichen · Stufe 1 · 8 Min.
Am Klavier werden die Finger von 1 bis 5 nummeriert, vom Daumen bis zum kleinen Finger, und zwar an beiden Händen. Der Daumen ist also rechts wie links die 1: Die Zählung ist symmetrisch.
| Finger | Daumen | Zeigefinger | Mittelfinger | Ringfinger | kleiner Finger |
|---|---|---|---|---|---|
| Zahl | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 |
In den Noten stehen die Fingerzahlen für die rechte Hand über den Noten, für die linke Hand meist darunter. Verlage notieren nur die nützlichen: am Anfang einer Passage, bei einem Lagenwechsel, bei einem Daumenuntersatz.
Fünffingerlage
M:4/4 L:1/4 Q:1/4=90 K:C !1!C !2!D !3!E !4!F | !5!G4 | !5!G !4!F !3!E !2!D | !1!C4 |]
Linke Hand, dieselbe Melodie eine Oktave tiefer: der fünfte Finger auf C, der Daumen auf G.
M:4/4 L:1/4 Q:1/4=90 K:C clef=bass !5!C, !4!D, !3!E, !2!F, | !1!G,4 | !1!G, !2!F, !3!E, !4!D, | !5!C,4 |]
Der Daumenuntersatz
Um mehr als fünf Töne hintereinander zu spielen, muss die Hand ohne Unterbrechung die Lage wechseln: Der Daumen geht unter der Hand durch (oder ein langer Finger greift über den Daumen). C-Dur-Tonleiter, rechte Hand:
M:4/4 L:1/4 Q:1/4=80 K:C !1!C !2!D !3!E !1!F | !2!G !3!A !4!B !5!c |]
- Fingerwechsel auf einer Taste: Auf einer gehaltenen Taste den Finger tauschen (notiert als „4-3“ oder mit einem kleinen Bogen zwischen zwei Zahlen), um das Legato zu halten.
- Tonwiederholungen: oft 3-2-1 für einen schnell wiederholten Ton, leichter als mit nur einem Finger.
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