Dynamik

Musiktheorie · Ausdruck: Dynamik, Artikulation, Zeichen · Stufe 1 · 8 Min.

Das Klavier hieß ursprünglich Pianoforte („leise-laut“): Anders als das Cembalo konnte es je nach Anschlagsstärke leise oder laut spielen. Die Dynamik gibt diese Lautstärke an. Sie wird mit italienischen Abkürzungen unter das Notensystem geschrieben (in Klaviermusik zwischen die beiden Systeme).

ZeichenItalienischBedeutung
ppppianississimoäußerst leise
pppianissimosehr leise
ppianoleise
mpmezzo pianomäßig leise
mfmezzo fortemäßig laut
ffortelaut
fffortissimosehr laut
ffffortississimoäußerst laut

Allmähliche Veränderungen

  • crescendo (cresc. oder eine sich öffnende „Gabel“ <): allmählich lauter;
  • decrescendo oder diminuendo (decresc., dim. oder eine sich schließende Gabel >): allmählich leiser.
M:4/4
L:1/4
Q:1/4=90
K:C
!p!C D E F | !crescendo(!G A B !crescendo)!c | !f!c B A G | !diminuendo(!F E D !diminuendo)!C |]

Dynamische Akzente

  • sf, sfz (sforzando): ein einzelner, plötzlich verstärkter Ton;
  • fp (fortepiano): laut anschlagen, dann sofort leise;
  • subito p: plötzlich leise (ein Überraschungseffekt, den Beethoven liebte).
Dynamik ist relativ: Ein forte bei Mozart ist kein forte bei Rachmaninow, und piano im Konzertsaal ist nicht piano in deinem Wohnzimmer. Denk an sie als Charaktere: p = vertraulich, f = bestimmt. Und bereite ein crescendo immer vor, indem du leise genug beginnst: Du kannst nur wachsen, wenn du Luft nach oben hast.
Häufiger Fehler: alles mezzo forte spielen. Übertreib die Kontraste beim Üben: Zuhörer nehmen immer weniger Unterschied wahr, als du zu machen glaubst. Und eine Dynamikangabe gilt bis zur nächsten!

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