Der Bassschlüssel und das Klaviersystem
Musiktheorie · Noten und Notensystem · Stufe 1 · 10 Min.
Die linke Hand spielt am Klavier meist tiefe Töne. Würden wir sie im Violinschlüssel notieren, müssten wir unter dem System jede Menge Zusatzlinien stapeln – unlesbar. Deshalb gibt es einen anderen Schlüssel, den Bassschlüssel (𝄢), auch F-Schlüssel genannt.
Der Bassschlüssel auf Linie 4
Der Bassschlüssel beginnt mit einem Punkt auf Linie 4 und endet mit zwei kleinen Punkten ober- und unterhalb derselben Linie. Das bedeutet: Die Note auf Linie 4 ist das F direkt unter dem mittleren C (F3).
Noten auf den Linien
M:4/4 L:1/4 K:C clef=bass G,,4 | B,,4 | D,4 | F,4 | A,4 |] w: G B D F A
Noten in den Zwischenräumen
M:4/4 L:1/4 K:C clef=bass A,,4 | C,4 | E,4 | G,4 |] w: A C E G
Das Klaviersystem
Klaviernoten verbinden zwei Notensysteme, links durch eine geschweifte Klammer (Akkolade) zusammengefasst: oben Violinschlüssel, unten Bassschlüssel. Das ist das Klaviersystem (auch großes Notensystem). Das mittlere C (C4) liegt genau zwischen beiden: auf einer kleinen Hilfslinie unter dem Violinsystem oder auf einer Hilfslinie über dem Basssystem. Es ist dieselbe Taste, nur auf zwei Arten notiert.
M:4/4
L:1/4
K:C
%%staves {RH LH}
V:RH clef=treble
V:LH clef=bass
[V:RH] C4 | E G c2 | z4 |]
[V:LH] z4 | z4 | C4 |]
Hör genau hin: Das erste C (Violinschlüssel) und das letzte (Bassschlüssel) haben dieselbe Tonhöhe. Die beiden Systeme „treffen sich“ beim mittleren C: Zwischen ihnen liegt nur eine einzige Hilfslinie.
Die rechte Hand ist nicht an den Violinschlüssel gebunden und die linke nicht an den Bassschlüssel: Schlüsselwechsel mitten im Stück sind häufig, vor allem wenn die linke Hand nach oben wandert.
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