Edvard Grieg (1843–1907)

Norwegens musikalische Stimme: volksliedhafte Melodien, frische Harmonien und Klavierminiaturen, die „Lyrischen Stücke“.

Edvard Grieg, in Bergen geboren, lernte bei seiner Mutter Klavier und studierte dann am von Mendelssohn gegründeten Leipziger Konservatorium. Die solide deutsche Ausbildung behielt er, suchte aber bald eine wirklich norwegische Stimme, genährt von den Liedern und Tänzen seines Landes.

Sein Klavierkonzert a-Moll (1868) machte ihn in ganz Europa berühmt. 1875 schrieb er die Schauspielmusik zu Henrik Ibsens Peer Gynt, aus der er zwei Orchestersuiten zusammenstellte („Morgenstimmung“, „In der Halle des Bergkönigs“, „Åses Tod“).

Selbst Pianist, veröffentlichte er zwischen 1867 und 1901 zehn Hefte Lyrische Stücke (insgesamt 66 Stücke), kleine Bilder norwegischen Lebens und norwegischer Landschaft. Seine letzten Jahre verbrachte er in seinem Haus Troldhaugen bei Bergen, wo er 1907 starb.

Grieg bietet Pianistinnen und Pianisten sehr dankbare Stücke für Fortgeschrittene: Sie lehren, eine Atmosphäre zu schaffen, modale Harmonien und Bordunquinten auszubalancieren und volkstümliche Tanzrhythmen (Springar, Halling) zu spielen.

Klaviernoten (9)