John Fahey (1939–2001)

Ein amerikanischer Gitarrist und Komponist, der die Westerngitarre mit Stahlsaiten zum Soloinstrument machte und den Stil der „American Primitive Guitar“ begründete.

John Fahey wurde 1939 in Washington, D.C. geboren und wuchs in Takoma Park, Maryland, auf. 1952 kaufte er seine erste Gitarre aus einem Versandkatalog. Als leidenschaftlicher Sammler von Schellackplatten (78 U/min) entdeckte er den Blues der 1920er-Jahre, als er Blind Willie Johnson hörte – ein Erlebnis, das er mit einer religiösen Bekehrung verglich. Sein Spiel verbindet die Zupfmuster dieser alten Platten mit den Dissonanzen der Komponisten des 20. Jahrhunderts, die er bewunderte, etwa Charles Ives und Béla Bartók.

1959 veröffentlichte er, weil sich keine Plattenfirma dafür interessierte, sein erstes Album Blind Joe Death selbst – auf einem Label, das er nach seinem Heimatort Takoma nannte. Es folgten Death Chants, Breakdowns & Military Waltzes (1963), The Dance of Death & Other Plantation Favorites und The Transfiguration of Blind Joe Death (1965), danach die Klangcollagen von Days Have Gone By (1967) und Requia (1967). Takoma brachte auch Leo Kottke, Robbie Basho und den Pianisten George Winston heraus. Sein Weihnachtsalbum The New Possibility (1968) blieb sein meistverkauftes.

Die 1980er-Jahre waren hart (Krankheit, Armut), doch in den 1990ern entdeckte ihn eine neue Musikergeneration wieder; er gründete daraufhin das Label Revenant, das sich frühen Blues- und Old-Time-Aufnahmen widmete. Er starb 2001 in Salem, Oregon.

Seine eigenen Kompositionen („Sunflower River Blues“, „The Last Steam Engine Train“, „America“ …) sind urheberrechtlich geschützt und werden daher auf dieser Seite nicht wiedergegeben. Stattdessen findest du gemeinfreie Melodien, die er aufgenommen hat, in seinem Stil arrangiert: Silent Night, Joy to the World, We Three Kings, Good King Wenceslas und Auld Lang Syne (The New Possibility, 1968), My Grandfather’s Clock (Days Have Gone By, 1967) und Amazing Grace (Aufnahmen für America, 1971). Die Etüden Raga in open D und Lament in D sind Originalstücke „in seiner Manier“.