Carl Czerny (1791–1857)

Als Schüler Beethovens und Lehrer Liszts schrieb Czerny eine riesige Zahl von Etüden, die bis heute das Rückgrat der Klavierausbildung bilden.

Carl Czerny wurde 1791 in Wien geboren, erhielt den ersten Unterricht von seinem Vater und wurde mit etwa zehn Jahren Schüler Beethovens. Er kannte Beethovens Musik bis ins Innerste: Er spielte sie, brachte 1812 das Klavierkonzert Nr. 5 („Emperor“) in Wien zur Erstaufführung und hinterließ wertvolle Schriften darüber, wie man sie spielt.

Statt eine Konzertkarriere zu verfolgen, widmete sich Czerny dem Unterrichten und Komponieren. Zu seinen Schülern gehörten Franz Liszt, den er als Kind unterrichtete, und Theodor Leschetizky. Er starb 1857 in Wien.

Sein Werkverzeichnis umfasst mehr als 850 Opuszahlen: Sonaten, Sinfonien, geistliche Musik, glanzvolle Variationen … vor allem aber Sammlungen aufbauender Etüden, von op. 599 für Anfänger bis zur Kunst der Fingerfertigkeit op. 740, über die Schule der Geläufigkeit op. 299.

Was man bei Czerny lernt: Gleichmäßigkeit, gleich starke Finger, Daumenuntersatz, Schnelligkeit ohne Verspannung und das flüssige Lesen gängiger Figuren (Tonleitern, Arpeggien, Alberti-Bässe), denen man später bei Mozart, Beethoven oder Chopin begegnet.

Klaviernoten (32)