Oktaven und Register: C4 oder Do3?

Musiktheorie · Noten und Notensystem · Stufe 2 · 10 Min.

Zwei Töne mit demselben Namen, acht weiße Tasten voneinander entfernt (C → C), bilden eine Oktave. Sie klingen so ähnlich, dass wir sie als „denselben Ton, nur höher“ hören: Physikalisch ist die Frequenz genau verdoppelt. Der Kammerton A schwingt mit 440 Hz, das A darüber mit 880 Hz, das darunter mit 220 Hz.

Oktaven nummerieren

Um zu sagen, welches C gemeint ist, hängen wir eine Oktavnummer an. Die Nummer wechselt immer beim C: Auf H3 folgt C4. Leider gibt es zwei Konventionen nebeneinander.

TonInternationale (wissenschaftliche) KonventionTraditionelle französische Konvention
Tiefste KlaviertasteA0La-1
Mittleres CC4Do3
Kammerton A, 440 HzA4La3
Höchste KlaviertasteC8Do7

Die wissenschaftliche Tonhöhennotation, die weltweit in der Akustik, in Musiksoftware und auf dieser Website verwendet wird, nennt das mittlere C C4. In vielen französischen Konservatorien und Lehrbüchern heißt dieselbe Taste dagegen Do3: Die Nummer ist einfach um eins verschoben (gezählt wird ab einer Oktave „−1“ unter dem tiefsten C).

So behältst du den Überblick: französische Nummer + 1 = internationale Nummer. Eine französische Lehrerin, die von „La3 mit 440 Hz“ spricht, und eine App, die „A4 = 440 Hz“ anzeigt, meinen denselben Ton. Manche Hersteller (zum Beispiel Yamaha) bezeichnen das mittlere C in ihrer MIDI-Software sogar als „C3“: Prüfe immer, welche Nummer der Kammerton A trägt, dann weißt du, welche Konvention du vor dir hast.

Auf Note after Note verwenden wir die internationale Konvention: mittleres C = C4, A mit 440 Hz = A4.

Die Register des Klaviers

Das moderne Klavier hat 88 Tasten, von A0 bis C8: etwas mehr als sieben Oktaven. Man unterscheidet:

  • tiefes Register (Bass): A0 bis etwa C3 – dunkel und voll, manchmal „matschig“, wenn du dort enge Akkorde spielst;
  • mittleres Register: etwa C3 bis C5, rund um das mittlere C, der Umfang der menschlichen Stimme – der gesanglichste Bereich;
  • hohes Register (Diskant): oberhalb von C5 – hell, kristallklar, mit schnell verklingendem Ton.

In ABC und im Notensystem

M:4/4
L:1/4
K:C
C,4 | C4 | c4 | c'4 |]
w: C3 C4 C5 C6

Im deutschsprachigen Raum begegnet dir außerdem oft die Helmholtz-Notation (C, c, c', c'' …), etwa in wissenschaftlichen Ausgaben und Orgelbüchern: Dort bezeichnet c' (das „eingestrichene c“) das mittlere C.

Zum Merken: Das mittlere C liegt ungefähr in der Mitte der Tastatur, unter dem Herstellernamen. Notiert wird es zwischen den beiden Systemen. Jedes C rechts davon hat eine höhere Nummer, jedes C links davon eine niedrigere.

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