Johann Strauss II (1825–1899)
Der „Walzerkönig“: Mit „An der schönen blauen Donau“ und Hunderten von Tänzen führte er den Wiener Walzer zu seinem Höhepunkt und komponierte die Operette „Die Fledermaus“.
Johann Strauss (Sohn), Sohn von Johann Strauss (Vater), der selbst ein berühmter Kapellmeister und Walzerkomponist war, studierte Musik gegen den Willen seines Vaters. 1844 gründete er sein eigenes Orchester und wurde schnell zum Rivalen, dann zum Nachfolger seines Vaters in den Wiener Ballsälen.
Mit seinen Brüdern Josef und Eduard führte er ein regelrechtes Musikunternehmen, das Wien und ganz Europa zum Tanzen brachte. Er schrieb Walzer, Polkas, Quadrillen und Märsche: An der schönen blauen Donau (1867), Geschichten aus dem Wienerwald, den Kaiser-Walzer, Frühlingsstimmen, die Pizzicato-Polka (mit Josef).
Dann wandte er sich der Operette zu: Die Fledermaus (1874) und Der Zigeunerbaron sind bis heute im Repertoire. Von Brahms und Wagner bewundert, starb er 1899 in Wien.
Seine Walzer, sehr oft für Klavier bearbeitet, lehren den besonderen Schwung des Wiener Walzers: eine leicht vorgezogene Zwei, freie Einleitungen und Ketten aus mehreren Walzern.
Klaviernoten (1)
- An der schönen blauen Donau (Hauptthema) · Stufe 3